Napoleonische Ära – Britisch-hannoveranische Artillerie

Im letzten Beitrag habe ich mit euch einen Blick auf die Infanterie als grundlegendste Waffengattung einer Armee der napoleonischen Ära geworfen. Doch konnte kaum eine erfolgreiche Schlacht ohne Artillerie geschlagen werden. Daher geht es heute um Artillerie für die Briten und die Hannoveraner.

Die meisten Regelsysteme lassen eine Auswahl an verschiedenen Geschützen zu. Beginnend mit 4-Pfündern über 6-Pfünder hin zu 9- oder gar 12-Pfündern. Dazu kommen dann in der Regel noch Haubitzen und – zumindest als spielbare Option im Regelwerk „Black Powder“ – die Raketenwurfrahmen auf britischer Seite.

Meine britische Linieninfanterie hat ein 6-Pfünder-Geschütz als Unterstützung erhalten, da diese Geschützgröße recht oft in den Szenarien und Spielen verwendet wird. Das Modell stammt von Perry Miniatures und zeigt das Geschütz beim Laden.

Neben einer britischen Infanteriebrigade umfasst meine Sammlung auch eine hannoveranische Infanteriebrigade. Diese hat zur Unterstützung ebenfalls ein 6-Pfünder-Geschütz von den Perrys erhalten. Die Kanone wird gerade abgefeuert und zeigt die Mannschaft daher in anderen Posen. Interessanterweise unterscheiden sich die Uniformen der beiden Bedienmannschaften überhaupt nicht. Dies geht vermutlich darauf zurück, dass die Hannoveraner sich bei der Ausstattung ihrer Truppen recht nah an die britischen Vorgaben hielten. Dennoch stellt beispielsweise Warlord Games die hannoveranischen Mannschaften mit den flachen Mützen der hannoveranischen Linieninfanterie dar.

Was wäre jedoch die Artillerie ohne ausreichend Pulver und Kugeln. Nachdem die Briten anfangs auf zivile Auftragnehmer zur Munitionsversorgung gesetzt hatten, gründeten sie im Verlauf der napoleonischen Kriege das „Corps of Royal Artillery Drivers“. Die zivilen Auftragnehmer waren einfach zu unzuverlässig und lieferten keinen Nachschub, sobald es drohte gefährlich zu werden. Es wurden daher im Corps standardisierte Wagen beschafft, die von Soldaten gefahren wurden.

Die Perrys bieten hierfür ein passendes Modell an, allerdings ohne Pferd. Glücklicherweise hatte ich noch ein passendes Modell aus dem 3D-Drucker und konnte daher das Gespann vervollständigen. Spieltechnisch gibt es dafür Verwendungsmöglichkeiten bei „Soldiers of Napoleon“. Hier kann man gut eine „vollversorgte“ Batterie kennzeichnen, die gemäß der Regeln einen Bonus beim Feuern erhält. Ansonsten sieht so ein Modell auf dem Spieltisch einfach gut aus oder kann vielleicht als Zielmarker dienen.

Nachdem nun eine grundlegende Artillerieunterstützung sichergestellt ist, kann ich mich auf die exotischeren Waffen konzentrieren. In der Tat habe ich von einem Mitspieler zwei britische Raketenwurfrahmen geschenkt bekommen und diese werde ich nun bemalen und euch im nächsten Beitrag vorstellen. Bis dahin genießt den Sommer!

2 Kommentare zu „Napoleonische Ära – Britisch-hannoveranische Artillerie

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