Ich sehe was – und bleibe hoffentlich ungesehen

Die Zeit verrinnt wie im Fluge und der Mai ist nahezu vorbei. Und damit ist auch der AFV April schon einen Monat her. Hatte ich da nicht ein paar Hausaufgaben mitgenommen?

Ja, schon. Aber… (hier bitte alle denkbaren Ausreden einsetzen, gerne auch aus der Schulzeit). Zumindest war ich nicht ganz untätig. Zu dem Armeepaket der 21. Panzerdivision von Battlefront Miniatures gehört unter anderem eine Aufklärungseinheit, bestehend aus drei Fahrzeugen. Die Einheit besteht aus einem SdKfz 221 mit 2,8 cm Panzerbüchse, einem SdKfz 222 mit 2cm Autokanone und einem SdKfz 231 Achtrad, ebenfalls mit 2cm Autokanone. Sicherlich waren das 1944 keine allzu aktuellen Fahrzeuge mehr, allerdings hatten sich die Modelle in den vergangenen Kriegsjahren als zuverlässig erwiesen. Und da moderne Fahrzeuge knapp waren, wurden eben die bestehenden verwendet.

Das SdKfz 221 ist ein Modell aus den 1930er Jahren und die letzten Fahrzeuge wurden bereits 1940 an die Truppe ausgeliefert. Ursprünglich waren die Fahrzeuge nur mit einem MG im Drehturm bewaffnet. Ab 1942 wurde die Bewaffnung auf die 2,8cm schwere Panzerbüchse umgestellt. Für einen sinnvollen Einsatz im Rahmen der Aufklärungstruppe waren die Fahrzeuge viel zu schwach gepanzert und wurden bald durch die SdKfz 222 ersetzt. Dennoch scheint man angesichts des Fahrzeugmangels bei der Wiederaufstellung der 21. Panzerdivision in der Normandie auf diese Fahrzeuge zurückgegriffen zu haben. Das Modell von Battlefront kommt mit Drehtürmen für beide Varianten, also habe ich auch beide bemalt.

Das SdKfz 222 wurde von Anfang an als Waffenwagen entwickelt und sollte in den Aufklärungstrupps, die aus drei Fahrzeugen bestanden, den Kampf übernehmen. Idealerweise blieben die Aufklärungstruppen natürlich unentdeckt, aber bewaffnete Aufklärung oder Flankensicherung gehörten durchaus zu den Aufgaben. Das 222 wurde bis 1943 produziert. Es war bewaffnet mit einer 2cm Autokanone und einem koaxialen MG. Der oben offene Waffenturm wurde durch Gitterklappen vor Handgranaten und Splittern geschützt. Diese Konzept funktionierte so gut, dass es für spätere Aufklärungsfahrzeuge wie bspw. das SdKfz 250/9 (eines dieser Fahrzeuge habe ich in 28mm bemalt) übernommen wurde.

Zu guter Letzt wird unser Spähtrupp noch durch ein SdKfz 231 Achtrad unterstützt. Diese Fahrzeuge wurden ebenfalls bereits vor dem Krieg entwickelt und bis 1943 produziert. Wie für die Achtrad-Fahrzeuge üblich, besaß dieses einen Rückwärtsfahrer. Musste das Fahrzeug fliehen, wurde nicht gewendet, sondern der rückwärtige Fahrer übernahm das Steuer und fuhr geradewegs in Sicherheit. Die Bewaffnung war die gleiche wie beim SdKfz 222, der Turm war allerdings geschlossen.

SdKfz 231 mit Kommandant

Was für mich offen bleibt, ist die Rollenverteilung innerhalb des Trupps. Eigentlich ist keines der Fahrzeuge Träger leistungsfähiger Funkttechnik. Ich gehe davon aus, dass das SdKfz 231 eigentlich ein 232 ist und daher über einen 100-Watt-Sender verfügt, um mit der Division in Verbindung zu bleiben.

Zur Bemalung ist nicht viel zu sagen, da sie sich kaum von der Bemalung der anderen Fahrzeuge der 21. PD unterscheidet. Um für etwas Variation zu sorgen, habe ich auf die braunen Farbflecken verzichtet und nur grüne Streifen aufgesprüht. Leider ist mir bei den Fotos der Kontrast durch die Decke gegangen und das grün ist nur schwer zu erkennen. In der Realität ist es deutlich kräftiger.

Das war ein kurzer Ausflug in die Panzeraufklärung. Ich denke, beim nächsten Mal wird es deutlich gepanzerter. Also, seid gespannt.

6 Kommentare zu „Ich sehe was – und bleibe hoffentlich ungesehen

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