Epic Battles Napoleonic – Erstkontakt

Leider bin ich in den vergangenen Wochen nicht wirklich zu großen Fortschritten im Hobby gelangt. Daher gibt es heute einen kurzen Beitrag zu Epic Battles Napoleonic von Warlord Games. Ich hatte vor einiger Zeit – kurz nach dem Release – die Chance, ein erstes Testspiel zu machen.

Vermutlich muss man zu Epic Battles nicht allzu viel sagen. Im Grunde geht es darum, dass Warlord Games neben ihrem üblichen 28mm-Standard nun noch einen weiteren 15mm-Standard etablieren, damit die Spieltische einfach stimmiger aussehen bzw. man die großen Schlachten der Zeit auf weniger Spielfläche spielen kann. Unter der Haube ist es noch immer das bekannte Regelwerk „Black Powder“, dass kleinere Modifikationen erfahren hat, um es der Figurengröße anzupassen. Nach einem ersten Testballon zum amerikanischen Bürgerkrieg hat Warlord Games dann dieses Jahr die napoleonische Ära mit entsprechenden Boxen und Truppen versehen.

Gestartet wurde mit Franzosen und Briten, inzwischen sind auch die Preußen zu haben. Die Boxen enthalten unglaublich viele Minis in Plastik, die dann Linieninfanterie, Kavallerie und Artillerie darstellen. Außerdem gibt es das eine oder andere MDF-Gebäude, passend in Größe und Thematik, dazu.

Alles in allem also ein recht niederschwelliger Eintritt in die Zeit der napoleonischen Kriege, wenn – ja, wenn – man auf Bemalung verzichten kann. Denn dass ist für mich tatsächlich die größte Hürde bei diesen Massen von Truppen. Man muss noch immer relativ viel Bemalarbeit leisten, um ein wirklich schönes Bild auf dem Spieltisch zu erreichen. Aber das ist irgendwo mein persönliches Thema, in den relevanten Facebook-Gruppen gibt es Menschen, die innerhalb kürzester Zeit (wenige Stunden) ganze Boxen (ca. 500 bis 1000 Minis) bemalt haben. Die einzige Mini, die ich aus dem Set bislang bemalt habe, ist die Batterie der Royal Horse Artillery, die oben im Beitrag zu sehen ist. Und ich habe gelernt, dass Trockenbürsten auf 15mm- Minis echt eine Herausforderung ist. Bei der Testmini habe ich es etwas übertrieben und nun sehen die Details eher verschmiert als scharf hervorgehoben aus.

Wir haben uns in einer kleinen Gruppe davon aber nicht abschrecken lassen und haben trotzdem ein Testspiel gewagt. Bemalt war nur einiges, der Spieltisch trotzdem voll. Und unser Fazit? Es ist Black Powder mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Wir haben nach ca. vier Stunden in der Mitte der Schlacht aufgehört, weil uns einfach die Zeit fehlte. Die optische Komponente gibt, sogar trotz fehlender Bemalung, einen zusätzlichen Reiz. Wenn die Reihen aufeinander rücken, dann wirkt das schon imposanter als in 28mm. Für Menschen, die sich für die Auseinandersetzungen der napoleonischen Zeit begeistern können, ist der Maßstabswechsel also durchaus eine Überlegung wert. Den Einstieg für Genre-Neulinge macht es aber meines Erachtens nicht leichter.

Ihr fragt, wieso auf der Straße Kettenspuren zu sehen sind? Naja, vorher waren auf dem Spielfeld die WWII-Reenactor in 15mm unterwegs und haben den Platz nicht ordentlich aufgeräumt. Da musste es dann so gehen.

Ich hoffe, dass ich im kommenden Beitrag wieder über etwas Hobbyfortschritt berichten kann. Bis dahin!

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