Flames of War – FlaK-Bunker

Kennt ihr das auch? Man hält ein Stück Material oder Verpackung in der Hand und plötzlich packt einen die Inspiration, dass man daraus ein tolles Stück Terrain mit die Spielplatte machen kann. Mir ging es so bei einer Verpackung, in der ursprünglich ein Netzteil geliefert wurde. Mich erinnerte es sofort an einen Hochbunker.

Die Größe passte auch perfekt für den 15mm-Maßstab und so formte sich die Idee, daraus einen FlaK-Bunker zu bauen. Als Base habe ich ein Stück Spannplatte genommen, das als Lückenfüller einem Möbelpaket beilag. Den Karton habe ich mit einer Mischung aus Holzleim und Sekundenkleber auf die Base geklebt, ordentlich beschwert und trocknen lassen.

Der FlaK-Bunker in voller Schönheit

Nun fehlten noch eine Umrandung auf dem Dach und ein Eingang. Die Türen sind alternative Front-Panzerplatten aus dem 15mm Leopard-1-Bausatz von Plastic Soldier Company. Die Umrandungen bzw. das Vordach habe ich aus Architekten- bzw. Schaumpappe zurechtgeschnitten. Die Pappe an sich hat eine glatte Oberfläche, also brauchte ich noch eine Idee, wie ich eine beton-ähnliche Oberfläche erzeuge. Hier habe ich Modell-Spachtelmasse angerührt und auf die Schaumpappe und das Dach des Bunkers aufgetragen. Vorher hatte ich noch die Crew der FlaK auf das Dach geklebt, damit die Bases ebenerdig wurden.

Umrandung aus Schaumpappe und mit Modell-Spachtelmasse verkleidet

Damit kommen wir auch gleich zur Bewaffnung. Von einem Freund habe ich eine ausrangierte FlaK 36 8,8 cm samt Crew erhalten, die vorher mal in Nordafrika Dienst getan hat. Von der Kanone selbst habe ich das Schild entfernt, da stationäre Kanonen in der Regel nicht damit ausgestattet waren. Wie eben geschrieben hatte die Crew unter ihren Füßen die typischen Metallbases, die bei Flames of War in den praktischen Vertiefungen der viereckigen Bases verschwinden. Hier ging das nicht, also habe ich sie eingespachtelt. Die Kanone selbst habe ich nach dem Bemalen des Bunkers auf das Dach geklebt.

Die Mannschaft wurde vor dem Verspachteln auf das Dach geklebt, um die Bases zu verstecken

Nun zur Bemalung. Für den Bunker selbst habe ich eine graue Abtönfarbe aus dem Baumarkt verwendet, die mit Holzleim und etwas Wasser angerührt wurde. Danach einfach schwarzen Wash (Dark Grey von Vallejo) aufgetragen und die graue Grundfarbe in zwei Schritten mit weiß aufgehellt und damit trockengebürstet. Die Kanone habe ich mit Uniform Grey von The Army Painter grundiert und dann mit Dark Tone einen Wash durchgeführt, abschließend wurde mit Longbeard Grey von Citadel trockengebürstet. Die Crew wurde schwarz grundiert, die Jacken und Hosen wurde mit German Fieldgrey von Vallejo bemalt. Für Gürtel und Stiefel habe ich Black Grey, für die Helme German Grey (beide von Vallejo) verwendet. Die Haut wurde mit Citadels Cadian Fleshtone bemalt. Anschließend gab es für alle Mannschaftsmitglieder ein Dark Tone Wash und ein Trockenbürsten mit Longbeard Grey.

Straße und Waldboden

Für das Vorfeld des Bunkers habe ich für die Zufahrt „Acrylic Asphalt for Dioramas“ von MIG verwendet. Nach dem Trocknen ergibt diese Strukturpaste eine herrlich raue Oberfläche, die ich mit Agrax Earthshade gewasht habe und anschließend gab es wieder das obligatorische Trockenbürsten mit Longbeard Grey. Für den Bewuchs habe ich den Waldboden-Mix von Ziterdes verwendet.

Irgendwie kam mir der Eingang noch ein wenig unspektakulär vor, daher habe ich noch ein Halbkettenfahrzeug von Svezda zusammengebaut und aufgeklebt. Ich finde, das lockert die ganze Szene ein wenig auf, daher auch das typische Westfront-Tarnschema. Ansonsten steht der Bunker ja eher unter dem Motto „50 Shades of Fieldgrey“.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und finde, dass sich der Arbeitsaufwand dafür auch echt in Grenzen gehalten hat. Mal sehen, wann mir wieder so ein Projekt vor die Füße fällt. Dieses freie Basteln hat auch seinen Reiz.

2 Kommentare zu „Flames of War – FlaK-Bunker

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